Eine Geschichte

(Mir ist mal wieder eine fiktive Kurzgeschichte eingefallen. Die wurde bisher noch in keinem meiner Bücher veröffentlicht. Ich hoffe aber, dass sie euch gefällt!)
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Nur ein Gespräch unter Frauen

Ich rühre meinen Kaffee um und schaue Desiree an. Irgend etwas geht in ihr vor, denn gedankenverloren blickt sie in die Ferne. „Woran denkst du?“, frage ich sie. „An uns. Die letzte Nacht war sehr schön. Das habe ich mal wieder nötig gehabt, so von Frau zu Frau. Und gerade mit dir, Kim.“ Ich lächle. Ja, unser Beisammensein hatte außerordentliche Qualitäten. „Und an Tobias“, fährt meine Intimfreundin fort. „Wieso an Tobias?“, begehre ich zu wissen. „Er ist so zuvorkommend. Wie er unser Date vorbereitet hat. Und hinterher, seine wendige Zunge beim Säubern …“ Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen: „Das dir das gefallen hat, war unverkennbar. Dein Gesichtsausdruck dabei und deine ekstatischen Lustlaute sprachen Bände.“ „Wie ist er eigentlich zu deinem Cuckold geworden?“

„Tja… – das ist jetzt zwei Jahre her und eigentlich war das ein Zufall. Wir trafen uns im Urlaub auf Juist. Er war auf ein Abenteuer aus. Ich auch. Wir fanden Gefallen aneinander und liebten uns. Mehrmals, immer intensiv und lange. Ich erfuhr von ihm, dass er aus unserer Gegend kommt. Im Gegenzug beichtete ich ihm meine gleichgeschlechtliche Vorliebe, doch daran störte er sich nicht. Im Gegenteil, das schien ihn anzumachen. Für mich war dieses Zwischenspiel im Urlaub nur ein kleines, angenehmes Abenteuer, aber absolut nichts ernstes. Wieder zuhause hatte ich es fast schon vergessen.“

„Und dann?“ „Ich erwähnte ja schon, dass Tobias hier aus der Gegend stammte. Er lief mir über den Weg. Immer häufiger. Es war unheimlich. Er stalkte mich. Ich brauchte einige Zeit, bis ich das begriff. Das Wissen darum, zum Stalking-Opfer geworden zu sein, machte mich psychisch fertig. Zeitweise wagte ich mich kaum noch aus dem Haus raus. Schaute ich aus dem Fenster, dann sah ich ihn. Schließlich trat ich die Flucht nach vorne an. Ich suchte ihn, fand ihn, und machte ihm in aller Deutlichkeit klar, dass er sich gefälligst zum Teufel scheren sollte.“ „Und wie hat er reagiert?“ „Kim, ich bin unsterblich in dich verliebt. Bitte, bitte, heirate mich. Das waren seine Worte damals. Ich war schockiert. Er lief mir nach wie ein kleines Hündchen. Außerdem bin ich zwölf Jahre älter als er und könnte so gesehen beinahe schon seine Mutter sein.“

Ich schweige kurz und fahre fort: „Vielleicht war es auch genau das, was er suchte und brauchte. Einen Mutterersatz. Übrigens einen strengen, erzieherischen Muttersatz, wenn ich so an seine sexuellen Vorlieben im Urlaub zurückdenke. Denn da war ich immer oben und er ordnete sich mir bereitwillig unter. Tobias ist von Natur aus sehr devot veranlagt. Doch um als Ersatzmutter zu fungieren war ich absolut nicht bereit. Meine Abweisung wurde nur noch umso schroffer und beleidigender. Wie ein geprügelter Hund schlich er von dannen. Doch nur, um sein Stalking am nächsten Tag fortzusetzen. Das machte mich verrückt! Was sollte ich tun; was konnte ich tun? Die Behörden einzuschalten hätte gar nichts gebracht, denn so verliebt, wie er es war – und heute noch ist – hätte das nur zu Komplikationen geführt, aber nichts wirklich verändert. Das Problem lag eigentlich bei mir, weil es mir unmöglich war, seine Liebe zu erwidern.“

„Und wie hast du ihn dann zu deinem Cuckold gemacht?“ „Ich überlegte hin und her, bis mir eine eher ungewöhnliche Lösung einfiel. Wenn er mich wirklich so sehr liebte und auch so devot veranlagt war, wie ich dachte, dann würde er dieser ungewöhnlichen Lösung vielleicht sogar zustimmen. Die Entscheidung würde ich ihm selbst überlassen. Ich traf daraufhin meine Vorbereitungen. Anschließend suchte ich Tobias ein zweites Mal auf und schlug ihm vor, mich nach Köln zu begleiten. Im Hotelzimmer schliefen wir ein letztes Mal richtig wie Mann und Frau miteinander. Danach bummelten wir durch die Stadt. Ich führte ihn ganz bewusst hin zur Hohenzollernbrücke.“

„Was hat es mit der Brücke auf sich?“ „Die ist mit Liebesschlössern gespickt, mit kleinen Vorhängeschlössern, die von Verliebten dort angebracht worden sind, um symbolisch deren ewige Liebe zu besiegeln. In die Schlösser eingraviert sind die Namen der Betreffenden und der Schlüssel wird anschließend weggeworfen. Auch ich führte ein Schloss mit mir, in das die Namen Kim und Tobias eingraviert worden waren. Doch ich beabsichtigte nicht, es an der Brücke anzubringen, denn es handelte sich um ein ganz winziges Schloss, das einem ganz bestimmten Zweck diente.“

„Lass‘ mich raten: Es handelte sich um das Schloss seines Peniskäfigs?“ „Ja, genau. Wir suchten eine Kaufhaus-Toilette auf, wo ich ihm Käfig und Schloss anlegte. Er war davon so überrascht – und auch angetan – dass er es widerspruchslos zuließ. Anschließend gingen wir erneut auf die Brücke, wo ich ihm den Schlüssel überreichte. Es ist deine Entscheidung, sagte ich zu ihm. Wenn du mich wirklich so von ganzem Herzen liebst, wie du behauptest, dann werde mein Cuckold. Wirf‘ den Schlüssel weg! Oder behalte ihn, doch dann sind wir auf immer und ewig geschiedene Leute. Wenn ich dich dann noch ein einziges Mal sehe, werde ich dich wegen Stalkings anzeigen und dir mehr Schwierigkeiten bereiten, als du dir in deinen schlimmsten Albträumen vorstellen kannst. In seinem Gesicht arbeitete es. Schließlich nahm er den Schlüssel und warf ihn in hohem Bogen in den Rhein. So ist er zu meinem Cuckold geworden. Ein Jahr lang liegt das jetzt zurück.“

„Und er hat seitdem wirklich gar keinen Orgasmus mehr gehabt? Wie ist das, wenn mal ein Notfall eintritt und das Schloss doch abgenommen werden muss? Wie hat er es aufgenommen; wie hat er sich verhalten?“ „Viele Fragen auf einmal. Ich ließ ihn bei mir einziehen und setzte alles daran, ihn in meinem Sinne zu erziehen. Einen richtigen Orgasmus kann er nicht mehr bekommen; den habe ich ihm dauerhaft verwehrt. Das ist auch beabsichtigt, denn auf die Weise ist er gezwungen, seine Lust aus der Ersatzbefriedigung zu beziehen. Seine Brust ist nach entsprechender Behandlung – medikamentös wie auch durch Massage – ganz ansehnlich und auch erotisch empfindlich geworden. Bei den Medikamenten kommt zum Beispiel Oxytocin-Spray, welches ich mir schwarz besorgt habe, zum Einsatz. Es fördert sein Brustwachstum und bewirkt, dass Tobias mir blind vertraut. Kommt noch dazu, dass sein Hintereingang nach meinem Strap-On giert. Und machmal – selten! – bediene ich mich auch seines besten Stücks, ohne dass er erigieren oder ejakulieren kann. Weil es im Käfig bleibt.“ „Aber das geht doch gar nicht!“

„Doch, es geht schon. Aber nur noch auf eine einzige Art. Wenn er nämlich auf dem Rücken liegt und ich mich, gleichfalls auf dem Rücken liegend, über seine Knie mit dem Unterleib vom Fußende her an ihn heran schiebe. Dann nämlich findet der ganze Käfig samt sicher verschlossenem Inhalt die passende Öffnung. Aber nur dann. Sicher, es tut ihm weh, weil der Käfig dabei auf die Hoden drückt. Und es ähnelt für mich selbst auch eher einer gymnastischen Übung. Aber prinzipiell geht es. Es handelt sich um eine reine Übungssache. Genau genommen vergewaltige ich ihn auf diese Weise sogar. Weil er ja nichts davon hat. Ich meine, er bleibt gefangen.“ „Und wie oft tust du das?“ „Das ist unterschiedlich. Immer dann, wenn ich mit seinem Verhalten nicht einverstanden bin. Wenn er also eine Bestrafung verdient hat und daher eine Demütigung erleiden muss. Es ist eines der beiden Strafverfahren.“

„Wie sieht das andere aus?“ „Er bekommt ein Mittel wie Viagra und ich mache ihn anschließend heiß. Das wird für Tobias sehr, sehr eng. Und selbstverständlich auch schmerzhaft. Er ist dann hinsichtlich seines Verhaltens immer so klein, dass er mit Hut unter den Teppich passt. Er wird äußerst zuvorkommend – geradezu unterwürfig – und liest mir jeden Wunsch von den Lippen ab, oben wie unten. Weil er weiß, dass ich ihm dennoch eine gewisse Erleichterung verschaffen kann. Nämlich mittels Elektrostimulation. Dabei kommt ein Pol an den Käfig und einer an eine Analelektrode. Ganz quälend langsam, über Stunden hinweg, verliert er dann winzigstes Tröpfchen für winzigstes Tröpfchen sein Sperma. Selbstverständlich ohne dass es ihm kommt. Aber er hat sehr schöne Gefühle dabei. Und wenn es wirklich einmal nötig sein sollte, den Käfig abnehmen zu müssen, dann liegen ein Bolzenschneider und ein Ersatzschloss bereit. Natürlich ein Schloss ohne Schlüssel!“

„Unglaublich!“ „Aber du siehst doch, dass es funktioniert.“ Desiree nickt sinnend und meint: „So einen Mann – wenn es denn noch einer ist – hätte ich auch gerne.“ „Sowas bleibt wohl wirklich eher dem Zufall überlassen. Denn kaum jemand lässt sich freiwillig darauf ein. Das ist, wie die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden. Wenn er denn noch ein Mann ist, hast du gesagt. Ja, das ist er. Noch. Ich spiele allerdings auf lange Sicht mit dem Gedanken an seine vollständige Feminisierung. Mit Finasterid ginge das. Es würde seine Züge weiblicher und seine Brust größer werden lassen. Den Käfig bräuchte er dann eigentlich nicht mehr, weil sich da nichts mehr abspielt, aber ich würde den selbstverständlich dran lassen. Mal sehen, vielleicht irgendwann mal.“ Ich trinke den Kaffee aus: „So, und nun wird es wohl so langsam Zeit.“

Mit einer kleinen Glocke klingele ich nach Tobias. Er erscheint sofort. Ich nicke ihm zu und blicke in Richtung auf Desiree. Weiterer Aufforderungen bedarf es nicht. Umgehend ist mein Cuckold meiner Geliebten beim Ankleiden behilflich: Slip, BH, Nylons, darüber das Kleid. Er schaut mich an und ich nicke. Auch mir legt er die bezaubernde Lingerie an, wobei ich seine feinfühlig-zärtlichen Berührungen genieße. Die machen mich schon wieder ganz kirre! Ich weiß, dass er aus diesen Dienstleistungen ein gehöriges Maß an Befriedigung zieht. Zum Abschied küssen Desiree und ich uns noch lange und intensiv. Nachdem sie gegangen ist fühle ich mich ziemlich aufgewühlt. „Lass‘ mich deine Zunge spüren“, befehle ich Tobias. Hach, ist es nicht wundervoll, einen folgsamen Cuckold zum Partner zu haben?

kumund

trenner

Meine Bücher findet ihr zum Einheitspreis von 4,99 Euro bei Beam. Selbstverständlich DRM-frei und durch das PDF-Format kompatibel zu fast allen eBook-Readern, Computern, Tablets und Smartphones. Sinnlich und erotisch: Lesen einmal etwas anders … 😉

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