Noch eine Geschichte

Habt ihr Lust auf eine kleine, erotische Geschichte? Nur mal so, zwischendurch? Hier ist sie!
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Der vergessene Geburtstag

Wir – meine Wenigkeit namens Jennifer und dazu noch Erika sowie Hans-Joachim – saßen zusammen. Erika ist meine beste Freundin und Hans-Joachim mein Göttergatte, oder „Göga“, wie ich ihn kurz nenne. Der Grund für für unser Beisammensein war eine kleine Feier, denn ich als kleine, unbedeutende Beamtin hatte nach endlos vielen Jahren nun endlich meinen A9er-Dienstposten erhalten. Etwas, womit ich im Grunde genommen schon gar nicht mehr gerechnet hatte. Und selbstverständlich ein Grund zum Feiern. Es war nicht bei einer Flasche Prosecco geblieben. Erika und ich hatten ehrlich gesagt schon ziemlich einen sitzen und es war recht spät geworden. Hans-Joachim – er verhielt sich sehr zuvorkommend und uns jeden Wunsch von den Augen ablesend – gähnte verstohlen hinter vorgehaltener Hand. Ich blickte zu ihm herüber und nickte beinahe unmerklich. Er verstand sofort. „Wenn ihr mich dann bitte entschuldigen würdet“, sagte mein Göga, „aber ich musste heute morgen schon sehr früh raus.“ „Geh‘ ruhig schon schlafen“, entgegnete ich, „und ich komme dann irgendwann nach. Erika und ich bleiben noch eine Weile hier.“ Mein Gatte nickte, erhob sich, verabschiedete sich von Erika und verließ den Raum.

Sinnend schaute meine Freundin ihm nach, wandte sich mir zu und meinte: „Um deinen Hans-Joachim bist du wirklich zu beneiden. So höflich zuvorkommend und vollendete Manieren. Wenn ich da an meinen Max denke – der ist das genaue Gegenteil davon!“ Ich lächelte in mich hinein. Ja, Hans-Joachims Verhalten mir gegenüber hatte sich im Verlauf der letzten beiden Jahre wirklich verändert, denn jetzt trug er mich auf Händen. Er hatte ja auch allen Grund dazu. War es die Sektlaune, die mich dazu bewegte, Erika unser kleines, intimes Geheimnis zu verraten? „Dein Max könnte genauso werden“, entgegnete ich. „Wie meinst du das?“, wollte Erika wissen. „Das ist unser kleines Geheimnis. Ich erzähle dir nur davon, wenn du mir hoch und heilig versprichst, es für dich zu behalten.“ „Mache ich. Versprochen, ganz großes Ehrenwort. Du kennst mich doch!“ Und ob ich Erika kannte. Eines der Dinge, die ich an ihr ganz besonders schätzte, war ihre absolute Zuverlässigkeit.

„Es ist ganz einfach“, erläuterte ich, „ich halte ihn keusch.“ „WIE BITTE?!?“ Schlagartig schien Erika wieder nüchtern zu sein. „Wieso… – wann… – ich meine …?“ Ihr fehlten die Worte. Mit einer solchen Eröffnung hatte meine Freundin offensichtlich nicht gerechnet, so dass ich mich genötigt fühlte, ihr die ganze Geschichte von Anfang an zu erzählen. „Es begann vor zwei Jahren. Ich hatte, warum auch immer, Hans-Joachims Geburtstag vergessen. Wir wissen alle, dass er auf Feiern keinen gesteigerten Wert legt. Aber so ganz wohl war mir dabei nicht. Ich fühlte mich in seiner Schuld. Deswegen sagte ich zu ihm, dass er bei mir einen Wunsch frei hätte, den ich ihm, soweit es möglich wäre, auch erfüllen würde. Ich dachte dabei an einen Konzertbesuch, einen Kurzurlaub oder sowas. Doch er dachte an etwas ganz anderes.“

„An Sex!“, erriet meine Freundin. „Ja, gewissermaßen.“ „Und was wünschte er sich?“ „Er wünschte sich, dass wir einmal Sexspielzeug ausprobieren. Etwas, was ich bis dahin konsequent abgelehnt hatte. Entsprechend empört reagierte ich auch. ‚Du brauchst es ja nicht zu verwenden – ich würde es tun‘, meinte er nur. Hans-Joachim erlebte eine Abfuhr, die sich wirklich gewaschen hatte. Ich war echt sauer. Und überschlief das Ganze. Anderntags dämmerte es mir, dass ich eigentlich selbst schuld war. Denn schließlich war ich selbst es ja gewesen, die ihm sagte, dass er einen Wunsch frei hat. Deswegen lenkte ich ein und fragte ihn, was ihm denn da so vorschweben würde. Er druckste rum und erzählte etwas von absolutem Vertrauen und davon, dass es sehr erregend sei, die eigene Sexualität in die Hände von jemand anderem legen zu können. Kurz und gut: Er wollte die Keuschhaltung einmal ausprobieren. So stundenweise.“

„Und du hast zugestimmt?“ „Nach anfänglichem Zögern, ja. Zusammen suchten wir im Internet nach einem Peniskäfig. Der wurde bestellt und kam ein paar Tage später an. Beim ersten Tragen legte mein Göga den sich noch selbst an. Ich erhielt den Schlüssel, den ich in gut verwahrte. Hans-Joachim hat niemals erfahren, wo ich den aufbewahre.“ „Und dann?“ „Tja … ‚War’s das jetzt?‘, dachte ich und hielt das alles tief im Innern für ziemlich abartig. Doch es kam anders. Ganz anders. Zuerst fiel mir auf, dass er mit dem Käfig nicht mehr im Stehen pinkeln konnte. Er musste sich setzen, genau wie wir Frauen das tun. Den Vorteil dabei sah ich im Putzen der Toilette. Kein vollgepinkelter Rand mehr und so, wenn du verstehst, was ich meine.“ Erika nickte. „Und weiter?“, wollte sie wissen.

„Weiter? Nach einigen Stunden seines Verschlossenseins wurde er unendlich zärtlich. Sonnenklar und unübersehbar, dass er etwas von mir wollte. Aber auch sonnenklar und unübersehbar, dass er dazu auf mein absolutes Wohlwollen angewiesen war. Ein Mann denkt im Tagesverlauf ungefähr doppelt so oft an Sex wie wir Frauen. Das war unverkennbar. Mein Göga wurde immer erregt und konnte nicht. Weil sein bestes Stück eingesperrt war, gefangen in unnachgiebigem Stahl. Das wirkte sich unmittelbar auf sein Verhalten aus. Unaufgefordert half er mir bei der Hausarbeit. Solche Sachen eben. Ich lernte das ganz schnell zu schätzen. Außerdem verspürte ich ein gewisses Machtgefühl – nicht unerotisch – dabei. Streng genommen verhielt es sich sogar so, dass es mich selbst erregte, ihn so erregt zu sehen. Unser erster Sex nach dem Abnehmen des Teils, das er ein paar Stunden lang getragen hatte, verlief geradezu überirdisch.“

„Hast du ihn danach wieder verschlossen?“ „Nein. Zumindest nicht gleich. Aber ich wollte wissen, ob sich das immer so verhält. Deswegen wiederholten wir die Aktion am nächsten Tag. Und am Tag darauf usw. Es lief immer immer nach dem gleichen Schema ab und ich begann, diesen Ablauf zu lieben. Irgendwann erwachte in mir der Wunsch, das noch auszubauen. So wurde aus dem stundenweisen Tragen des Käfigs ein tageweises Tragen. Nach gut einem Vierteljahr wagten wir den ersten 24/7-Verschluss, d. h. eine ganze Woche lang rund um die Uhr.“ „Und wie hat dein Göga darauf reagiert?“ „Phantastisch! Die männlichen Hoden produzieren permanent Sperma und das muss raus. Deswegen masturbieren Männer häufig. Jeder Mann tut das. Der angelegte Peniskäfig verhinderte das aber. Hans-Joachim stand unter unglaublichem, sexuellen Druck. Sein Verhalten mir gegenüber wurde geradezu unterwürfig, denn nur ich allein vermochte es, ihm Erleichterung zu verschaffen. Eine Erleichterung, die er sich aber erst verdienen musste.“

„Durch Hausarbeit und so?“ „Auch, aber nicht nur, denn seine Erregung mitansehen zu müssen machte natürlich auch mich selbst heiß. Dadurch stand ich vor der Wahl, ihn auch dann zu befreien, wenn er es sich eigentlich noch gar nicht verdient hatte oder aber mir selbst Erleichterung zu verschaffen. Ich wählte den zweiten Weg und legte bei der Gelegenheit auch nach und nach meine damalige Scheu vor Lovetoys ab. Er durfte mir zusehen. Anfangs jedenfalls. Später dann gestattete ich es ihm, seine Zungenfertigkeit zu trainieren, wenn du verstehst, was ich meine. Heute ist er wirklich gut mit der Zunge!“ Erika lächelte: „Und ob ich das verstehe! Und wie ging’s dann weiter?“

„Aus dem sporadischen Verschluss ist im Laufe der Zeit ein dauerhafter Verschluss geworden. Nach außen hin sind wir immer noch das gleiche Ehepaar wie vorher auch. Tatsächlich aber bin ich zu seiner Schlüsselherrin geworden. Er trägt mich auf Händen und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab. Vorschlagen darf Hans-Joachim alles, aber die Entscheidung liegt grundsätzlich nur noch bei mir allein. Ich habe das unumschränkte Sagen und er fügt sich. Das mag sich jetzt vielleicht furchtbar anhören, aber wir profitieren beide von diesem Zustand. Er ist wundervoll, in jeder Beziehung. Mein Mann ist heute Wachs in meinen Händen. Und das alles nur wegen eines so kleinen, wirklich zu empfehlenden Spielzeugs. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Und was wirst du jetzt mit deinem neuen Wissen anfangen?“

„Hmm… – Max und ich benutzen hin und wieder ja auch mal Sexspielzeug. Ich glaube, ich werde ihn dazu überreden, mal ein neues Spielzeug auszuprobieren. Mir zuliebe. Nach dem, was du sagst, müsste das ja einschlagen wie eine Bombe!“ Wir lachten beide und prosteten uns zu.

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Meine Bücher findet ihr zum Einheitspreis von 4,99 Euro bei Beam. Selbstverständlich DRM-frei und durch das PDF-Format kompatibel zu fast allen eBook-Readern, Computern, Tablets und Smartphones. Sinnlich und erotisch: Lesen einmal etwas anders … 😉

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2 Gedanken zu “Noch eine Geschichte

  1. Ich finde diese Geschichte sehr schön da sie irgendwie anders ist als das was man sonst so liest.
    Ich freue mich auch das du hierher gefunden hast und nicht durch die Blog.de Abschaltung verloren gegangen bist. Freu mich auch auf spannende Beiträge von Dir, die evtl. auch für den privaten Gebrauch die Liebe neu zum kochen bringt.

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  2. Als die Nachricht bekannt wurde, das Dein Blog abgeschaltet wird, dachte ich nur, bitte nicht. Es gibt niemanden der so interessant über Sextoys und mehr berichtet. Zum Glück gibt es Dich jetzt hier

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