Erotische Hypnose

Das eigene Vorstellungsvermögen spielt bei der schönsten Nebensache der Welt eine entscheidende, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle. Ein Großteil des sexuellen Erlebens spielt sich im Kopf – im „Kopfkino“ – ab. Gleichfalls im Kopf wirkt die Hypnose. Was liegt also näher, als Erotik und Hypnose miteinander zu verbinden? Erotische Hypnose oder auch „Mindfuck“: Ich habe solche Erfahrungen schon häufig gemacht. Die erste Frage, die sich dabei stellt, ist: „Funktioniert die erotische Hypnose überhaupt?“ Die Antwort darauf lautet: „Ja, aber …“ Das „Aber“ bedeutet, dass ein paar grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Zunächst einmal muss sichergestellt sein, dass man überhaupt hypnotierbar ist. Das könnt ihr leicht selbst ausprobieren. Gebt mal, wenn ihr wirklich jede Menge Zeit habt und absolut ungestört seid, bei Youtube als Suchbegriffe „Hypnose“ oder „Selbsthypnose“ ein. Lasst euch auf irgendeine Hypnosesitzung ein. Welche ist völlig egal. Nur sollte es eine Sitzung sein, die schon wenigstens so 20-30 Minuten lang ist, denn andernfalls kann es sich nur um einen funktionslosen Teaser handeln. Wenn ihr dabei einen Geistes- oder Gemütszustand bemerkt, der euch merkwürdig oder angenehm vorkommt oder sogar fremd ist, dann seid ihr mit großer Wahrscheinlichkeit hypnotisierbar.

Sollte das nicht der Fall sein, dann vergesst die erotische Hypnose. Sie kann nicht funktionieren, weil ihr tief im Innersten einen zu großen Widerstand dagegen hegt, euch dem Willen einer anderen Person (selbst wenn es nur zeitlich eng begrenzt ist) zu unterwerfen und somit alle Verantwortung abzugeben. Kehren wir also zum erstgenannten Fall zurück: Der kurze Selbsttest hat gezeigt, dass ihr grundsätzlich hypnotisierbar seid. Eigentlich ist sogar jeder Mensch hypnotisierbar, sofern er sich nicht dagegen sperrt. Es braucht auch niemand zu befürchten, dass die Hypnose ein gänzlich unbekannter Bewusstseinszustand ist. Sie ähnelt irgendwo der Phase zwischen Schlafen und Aufwachen oder umgekehrt – der Phase, in der die Bilder von ganz allein entstehen. Ihr habt bei diesem Test aber gleich noch etwas festgestellt, nämlich ob ihr eher der auditiv oder der visuell orientierte Typ seid. Der auditiv orientierte Typ lässt sich schon durch eine markante, ruhige Stimme hypnotisieren. Der visuell orientierte Typ benötigt dazu zusätzlich noch optische Reize wie bspw. anregende Bilder oder psychedelische Muster. Was bedeutet: Dem einen reicht das MP3 aus, während dem anderen ein wie auch immer geartetes Video geboten werden muss. Letzteres kann übrigens auch durchaus eine themengerichtete Diashow sein, zu der simultan der MP3-Ton läuft.

Was benötigt ihr noch? Es wurde bereits gesagt: Ungestörtheit und Ruhe. Dem einen mag dazu eine längere Bahnfahrt ausreichen; der andere ist vielleicht auf das Bett angewiesen. Die Temperatur sollte angenehm und jedwede Störung muss wirklich komplett ausgeschlossen sein. Wie verläuft die Hypnose dann? Üblich ist das Drei-Phasen-Verfahren. Am Anfang steht die Induktion, also das Einleiten der Hypnose. Es beginnt mit Entspannung, Bequemlichkeit, Atemübungen und dem Schweifenlassen der Gedanken. Sehr leise Chillout- und Trance-Musik wirken unterstützend. Das bedeutet: Wie bei einem guten Joint müssen „set“ und „setting“ stimmen! Ideal ist es, wenn ihr auf diese Weise den Alphawellen-Zustand, also den Zustand zwischen Wachen und Schlafen, erreicht. Ihr träumt nicht mehr komplett; ihr seid aber auch nicht richtig wach, sondern auf einer Ebene irgendwo dazwischen. Wie morgens vor dem Aufstehen. Die Stimme des Hypnotiseurs leitet euch in diesen Zustand, bei dem es sich bereits um eine leichte Trance handelt. Es ist individuell verschieden, ob die hypnotisierte Person während der gesamten Session in dieser leichten Trance verharrt und sich hinterher an alles erinnern kann (weil sie es wie von einer höheren Warte aus wahrnimmt) oder ob eine Tiefentrance ohne bewusste Erinnerung erreicht wird.

Für die anfängliche Entspannung und das Abgleiten in die Trance werden zusammen ungefähr 10 Minuten benötigt. Das ist aber nur ein ungefährer Richtwert! Ist die Trance schließlich erreicht, dann folgt die eigentliche Suggestion. Sie umfasst je nach Hypnoseziel einen Zeitraum von etwa 10-45 Minuten. Zuletzt muss die Trance gelöst werden. Das geschieht durch die Rücknahme der Hypnose bis hin zum Erwachen, was rund 2-3 Minuten beansprucht. Die Rücknahme ist überaus wichtig! Erfolgt vor der Rücknahme eine Störung, die eine Fortsetzung der Hypnose unmöglich macht, dann steht man neben sich! Das ist ein ganz eigenartiges Gefühl – wie ein Brett vor dem Kopf – während dessen man angeleitet werden will und die Reaktionen enorm verzögert und nur auf das Hypnosethema ausgerichtet sind. In diesem Zustand (der stundenlang anhalten kann) darf wirklich gar nichts unternommen werden, was zu etwaigen Gefährdungen führen könnte – also Autofahren usw.! Ein kurzes Schläfchen beendet diesen Zustand aber zuverlässig.

Die Suggestion ist das, was sich im Verlauf der Hypnosesitzung in euer Unterbewusstsein einprägt – und zwar unabhängig davon, ob es sich nun nur um eine leichte oder aber um eine tiefe Trance handelt. Im Falle einer erotischen Hypnose sind das, was sich einprägt, eben erotische Bilder und Vorstellungen. Bis hin zum Orgasmus! Wirklich! Das Gefühl dabei ist „stoned“ – aber ohne Joint! Diese Erfahrung ist unglaublich. Vergessen unmöglich; die Erinnerung daran kehrt immer wieder zurück. Auch noch nach Jahren. Und was kann nun suggeriert werden? Eigentlich alles: Eine Fixierung auf die Herrin, der Mann im Frauenkörper, die Feminisierung, mehr Spaß bzw. Aktivität beim Sex, Orgasmuszwang ebenso wie Orgasmusverbot oder Orgasmuskontrolle, die Fixierung auf Liebespuppen, die Brustvergrößerung, die Neugier auf Experimente und vieles mehr. Ganz wichtig ist dabei allerdings die stetige, nach Möglichkeit auch häufige Wiederholung der Suggestion, denn mit nur einer einzigen Hynosesession ist es normalerweise noch längst nicht getan.

Probiert es doch einfach mal aus! Es ist völlig harmlos und kann unglaubliche Freude bereiten. Die erotische Hypnose ist unglaublich beeindruckend und weil sie mich so sehr beeindruckt hat, findet sie sich auch hin und wieder mal in meinen Büchern, wie bspw. in „Arbeitskollegen“ und in „Die Studie„, wieder. Mal sehen: Vielleicht schreibe ich darüber ja auch noch einmal eine Geschichte, in der die erotische Hypnose die Hauptrolle spielt …

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Meine Bücher findet ihr zum Einheitspreis von 4,99 Euro bei Beam. Selbstverständlich DRM-frei und durch das PDF-Format kompatibel zu fast allen eBook-Readern, Computern, Tablets und Smartphones. Sinnlich und erotisch: Lesen einmal etwas anders … 😉

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