Das Tastkleid

In meinem letzten Beitrag ging es im weitesten Sinne um das Nähen von ganz spezieller Kleidung für Sie, für die aufgeschlossene Frau von heute. Hier kommt noch so ein Beitrag. Er beschreibt quasi die Neuauflage eines heute nicht mehr erhältlichen, doch in den 1980er Jahren recht beliebten Lovetoys. Dabei handelt es sich um das aus Skandinavien stammende Tastkleid. Ich hatte es in der Geschichte „Ein Eigenheim im Grünen“ ja schon einmal kurz erwähnt. Das Tastkleid war ein bodyähnliches und eng – eigentlich sogar stramm – anliegendes Kleidungsstück, welches Frau völlig unauffällig darunter trug. Es diente dazu, ihr pure, uneingeschränkte Lust zuteil werden zu lassen und den Druck in ihrem Innersten bis zur Unerträglichkeit zu verstärken, jedoch ohne sie auch kommen zu lassen.

Innenseitig war es an allen erogenen Zonen mit reizenden Noppen besetzt, so dass jede einzelne Bewegung eine sexuelle Stimulation bewirkte. Das Tastkleid ist schon lange nicht mehr im Handel. Ich hatte einmal das Glück, eines dieser Teile bei ebay ersteigern zu können und war angesichts des Feelings sofort davon begeistert. Leider hielt das schon reichlich in die Jahre gekommene Kleid nicht sonderlich lange und daher sann ich auf einen Ersatz, den ich selbst anfertigen konnte. Den fand ich auch und wie Frau sich selbst eine Art von Tastkleid basteln kann, will ich hier einmal beschreiben. Ihr braucht dazu:

– 1 Miederkorselett, nicht brustfrei mit Beinansatz bis etwa zur halben Oberschenkellänge (es sollte eng sitzen!),
– ganz viele (hunderte) durchbohrte Holzperlen von 4…6mm Durchmesser,
– Klettverschluss zum Aufnähen (davon wird nur die harte Seite benötigt),
– Nylonschnur von 0,5mm Durchmesser.

Das Mieder ist das eigentliche Kleidungsstück, welches mit einem Innenleben versehen wird. Besagtes Innenleben besteht aus den Holzperlen, der rauen Seite vom Klettverschluss und dem Nylonfaden. Zuerst wird das Mieder auf links gedreht, so dass die Innenseite nach außen zeigt und bestückt werden kann. Ihr solltet nun zwischen den nicht spezifischen und den spezifischen erogenen Zonen differenzieren. Zu den nicht spezifischen erogenen Zonen zählen die Seiten des Brustkorbs, Rücken und Rückgrat, Lenden, Bauch, Gesäß und die Schenkel, vor allem die Oberschenkelinnenseiten. Hier wird vorzugsweise der Klettverschluss aufgenäht. Aber nicht flächendeckend, sondern immer nur in Form einzelner und etwa 5…10cm langer Streifen. Davon aber möglichst viele, wobei die Streifen sich nicht berühren sollten.

Zu den spezifischen erogenen Zonen zählen die Achselhöhlen, der Bereich des Damms und der Anus, die Brusthügel, die Warzenhöfe und die Brustwarzen, der Venushügel mit den großen und kleinen Schamlippen sowie die Klitoris. Hier sind vorzugsweise und möglichst dicht – doch so, dass sie sich nicht berühren können – die Holzperlen aufzunähen. Die Nylonschnur kommt sowohl bei den nicht spezifischen wie auch bei den spezifischen erogenen Zonen zum Einsatz, und zwar derart, dass sie durch den Stoff gezogen und durch (später innenliegend) kleine Mehrfachknoten fixiert wird. Die Schnur ist kurz über den Knoten sehr schräg abzuschneiden, so dass sich winzige, hautreizende Nylonspitzen bilden, die einfach nur zu einer hypergeilen, zusätzlichen Stimulation führen können. Selbstverständlich werden soviele dieser Knoten wie möglich gesetzt. Prinzipiell könnt ihr auch noch im Bereich von Klit und Venushügel etwas Klettband setzen, doch dazu solltet ihr rasiert sein, denn andernfalls ist ein sehr unangenehmes Ziepen, wenn sich nämlich Schamhaar und Klettband vereinen, die Folge.

Ja, das Ganze ist eine reine Si­sy­phus­ar­beit! Das kann nicht mal eben „so nebenbei auf die Schnelle“ erledigt werden. Es erfordert viele, viele Stunden. Aber der Erfolg … Beim ersten Anlegen des selbstgenähten Tastkleides fühlt es sich nicht selten sogar eher unangenehm an, doch das vergeht. Auch ungewohnt trifft es und ungewohnt bleibt lange bestehen. Nach einigen Minuten des Tragens spürst du die Stimulation. Du setzt dich? Der Hintern und die Oberschenkelinnenseiten werden stimuliert. Du kneifst die Beine zusammen? Die Stimulation wandert in den Schritt. Du streckst dich? Jetzt sind Venushügel, Bauch, Seiten und Brüste dran. Du lehnst dich an? Rücken, Rückgrat und Lenden erfahren eine hocherotische Reizung. Du bewegst dich? Alles zugleich … Du legst das Kleid ab? Und willst es doch wieder tragen …

Trage das Tastkleid zunächst probeweise zuhause. Achte darauf, wie lange du das ertragen kannst. Erst dann, wenn du glaubst, es längere Zeit durchhalten zu können, dann verwende es draußen unter deiner Oberbekleidung. Aber bedenke: Dabei gibt es kein Zurück mehr! Draußen musst du das wohl oder übel durchhalten und es kann zu einer furchtbaren Lusttortur ausarten. Und wem das immer noch reicht – nun, es gibt ergänzend ja noch Liebeskugeln und Vibratoren, auch für den Hintereingang. Aber das dürfte dann wirklich binnen Rekordzeit absolut unerträglich werden!

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