Ein Interview

In meinen Geschichten – sowohl in den Büchern wie auch hier im Blog – ist immer mal wieder von Lifestyledrogen, speziell Viagra und Cialis, die Rede gewesen. Mich haben dazu mit (auf Wunsch der Verfasser nicht veröffentlichten) Kommentaren ein paar Anfragen erreicht und es wurde die Bitte an mich herangetragen, doch einmal etwas zu den Wirkungen und zur Beschaffung solcher Mittel zu schreiben. Was mich als Frau allerdings doch vor gewisse Probleme stellt. Ich bat daher einen Bekannten, von dem ich weiß, dass er so etwas sporadisch konsumiert, um ein diesbezügliches Interview. Das sollte dann eigentlich alle Fragen beantworten können.

Ich: „Welche Lifestyledrogen nimmst du?“
Er: „Generika von Viagra und Cialis, d. h. die Wirkstoffe Sildenafil und Tadalafil.“
Ich: „Warum? Brauchst du das?“
Er: „Nein, das nun wirklich nicht. Aber mit macht es mehr Spaß, weil es viel länger dauert.“
Ich: „Wie lange?“
Er: „Stunden. Allein die reine Penetrationszeit wird häufig auf zehn bis zwanzig Minuten verlängert.“
Ich: „Oh ja, daran erinnere ich mit mit Freuden! Welche Unterschiede gibt es zwischen den Mitteln und welche setzt du ein?“
Er: „Am liebsten ist mir Tadacip, auch Erectalis genannt. Das ist ein Cialis-Generikum mit Tadalafil als Wirkstoff.“
Ich: „Wieviel nimmst du und wie wirkt es?“
Er: „Ich komme mit der 20mg-Tablette ganz gut hin. Die Wirkung ist eher … diffizil.“
Ich: „Beschreib‘ das doch bitte mal!“
Er: „Ungefähr eine halbe bis zwei Stunden nach der Einnahme wird meine Stimulationsschwelle deutlich herab gesetzt. D. h. meine Libido legt enorm zu und die Erektionsfähigkeit ist gesteigert. Das bleibt für viele Stunden so und geht mit einer Art von latender Dauergeilheit einher. Schwer zu beschreiben, aber unglaublich erotisch und unglaublich angenehm. Der Penis ist fast permanent halbsteif und es besteht ein sehr großes Verlangen nach Sex, Stichwort ‚Denken zwischen den Beinen‘. Das bleibt für zwei bis vier Tage so. Die Hauptwirkung kommt allerdings erst am nächsten oder übernächsten Tag. Dann bewirkt schon eine eher minimale Stimulation eine ziemlich harte Erektion. Zwar nicht mit Sildenafil bzw. Viagra vergleichbar, aber doch deutlich und weit über das normale Maß hinausgehend. Die Geilheit bleibt bestehen. Erst am vierten Tag klingt die Wirkung wirklich ab. Während dieser Zeit ist täglicher Sex oder aber mehrmals Sex am gleichen Tag mit dazwischen liegenden Erholungspausen überhaupt kein Problem. Ab dem dritten Tag nach der Einnahme kann die Erektion auch mit Sildenafil verstärkt werden; vorher halte ich das für zu gefährlich. Was letztlich nach vier Tagen bleibt, ist eine gesteigerte Libido und der überaus häufige Gedanke an Sex – selbst wenn man den gerade gehabt hat. Das wird umso heftiger, wenn die Ejakulation ausgeblieben sein sollte. Was hin und wieder auch passieren kann. Aber nur, damit die beim nächsten Mal umso reichlicher ausfällt. Das kann man vorher niemals wissen. War Sex während dieser Zeit nicht möglich, dann wird es unglaublich erotisch-quälend, geradezu eine Lustfolter.“
Ich: „Das klingt nach zwei Tabletten pro Woche, um allzeit bereit zu sein.“
Er: „So ließe es sich durchaus ausdrücken. Das sollte man aber nicht länger als zwei Wochen machen, denn sonst setzt eine Art von Abstumpfung, vielleicht ein Gewöhnungseffekt, ein. Aber nach einer pausierten Woche dazwischen ist alles wieder beim alten.“
Ich: „Man kann also beide Wirkstoffe miteinander kombinieren?“
Er: „Ja, aber mit aller gebotenen Vorsicht und bloß nicht zu früh. Sonst sind die Nebenwirkungen unabsehbar und wahrscheinlich auch gefährlich.“
Ich: „Welche Nebenwirkungen hat das Tadacip denn bei normaler Einnahme?“
Er: „Häufig leichte Kopfschmerzen ein paar Stunden nach der Einnahme. Dagegen hilft aber ein ganz normales Schmerzmittel.“
Ich: „Du sagtest vorhin etwas von einer 20mg-Tablette. Gibt es noch andere Dosierungen bzw. ab welcher Dosierung setzt die Wirkung überhaupt ein?“
Er: „Kombipräparate – aber lass‘ uns die erst einmal zurückstellen – ausgenommen tut sich bei Tadalafil unterhalb von 20mg gar nichts. Es gibt dann noch Dosierungen von 40mg und 60mg, aber davon habe ich die Finger gelassen, weil es mir zu gefährlich erschien. Alle diese Mittel – und das gilt auch für Viagra – haben eine Schwelle, bei der die Wirkung spürbar einsetzt. Überschreitet man diese Schwelle, dann ist die Wirkung nicht etwa stärker, sondern es treten nur noch die Nebenwirkungen in den Vordergrund. Das macht dann wirklich keinen Spaß mehr.“
Ich: „Und warum ist dir Tadalafil lieber als Sildenafil?“
Er: „Weil es zeitlich sehr viel unabhängiger macht. Schön, Tadalafil wirkt nicht so stark wie Sildenafil, aber dafür drei bis vier Tage lang mit gesteigerter Libido. Da kann der Sex viel spontaner stattfinden.“
Ich: „Und was ist mit Viagra respektive Sildenafil?“
Er: „Das nehme ich eher ungern, weil es mit unangenehmeren Nebenwirkungen behaftet ist.“
Ich: „Erzähl‘ doch mal. Und welche Dosierung braucht man da?“
Er: „Fangen wir mit der Dosierung an. Sildenafil – außer als Viagra wird es auch als Kamagra, Kamagra Oral Jelly usw. gehandelt – hat eine Wirkungsschwelle, die individuell ziemlich unterschiedlich ist. Verschreibungspflichtung und zugelassen sind Sildenafil AL mit 25mg und Viagra mit 100mg pro Tablette. Ob jemand nun auf 25, 50, 75 oder 100mg anspricht, muss ausprobiert werden. Meine persönliche Schwelle liegt bei 50mg, was einer halben Tablette Viagra bzw. Kamagra oder zwei Tabletten Sildenafil AL entspricht. Höhere Dosierungen verstärken nur die Nebenwirkungen.“
Ich: „Und wie wirkt es?“
Er: „Etwa eine halbe bis eine Stunde nach der Einnahme kommt es bei entsprechender Stimulation zu einer sexuellen Unruhe. Der Penis zuckt, wird halbsteif. Nach gut einer Stunde – Stimulation vorausgesetzt – ist ein heftiger Sexdrang da. Aber auch verstopfte Nase, verlangsamte Reaktion und Sehstörungen. Im letztgenannten Fall erscheint alles wie durch einen Farbschleier von Rot und Blau gesehen und die Plastizität ist nicht richtig. Zwei Stunden nach der Einnahme ist die Erektion am stärksten – bretthart! – und der Penis bleibt auch nach erfolgter Ejakulation noch minutenlang steif, womit eine deutlich über das normale Maß hinausgehende Penetration gewährleistet ist. Nach vier bis fünf Stunden lässt die Wirkung spürbar nach, hinzu kommen mitunter heftige Kopfschmerzen. Die Nebenwirkungen sind übrigens deutlich geringer ausgeprägt, wenn das Sildalis in Form von Kamagra Oral Jelly eingenommen wird. Man ist daher bei den Viagra-Generika immer gewissermaßen zeitlich gebunden. Das steht spontanem Sex doch ziemlich im Wege.“
Ich: „Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass Viagra dir umgehend und ganz von allein einen Mordsständer verschafft, Stichwort Stimulation?“
Er: „Dieses Gerücht ist vollkommener Blödsinn. Denn ohne Stimulation tut sich gar nichts. Da erfährt man lediglich die Nebenwirkungen. Stimulation muss also sein; sie ist absolut unverzichtbar.“
Ich: „Bleiben noch die von dir erwähnten Kombipräparate. Wie verhält es sich damit?“
Er: „Ja, das wäre dann wohl Sildalis. Es besteht aus 100mg Sildenafil und 20mg Tadalafil pro Tablette. Die Normaldosierung ist eine Tablette, aber mir reicht eine halbe. Die nehme ich auch am liebsten am dritten Tag nach der Einnahme von Tadacip. Gut zwei Stunden nach der Einnahme setzt – natürlich bei Stimulation – die Wirkung ein; der Penis ist sehr hart und die Erektion von langer Dauer. Auch noch nach erfolgter Ejakulation, wenn es denn zu einer gekommen ist. Die Refraktärphase wird deutlich verkürzt, so dass der Verkehr mehrmals möglich ist. Die Wirkung klingt binnen der folgenden drei bis vier Tage langsam ab, ist aber immer noch durch prominente Erektionen und große Begierde gekennzeichnet. Auch leichter Spermaausfluss ist möglich. Als Nebenwirkungen ist mit einer verstopften Nase etwa eine halbe Stunde nach der Einnahme zu rechnen, was knapp drei Stunden lang anhält. Etwa zwei Stunden nach der Einnahme setzt ein leichter Kopfschmerz ein, der aber gut mit einem Schmerzmittel zu behandeln ist. Das Kombipräparat ist aus meiner Sicht den Monopräparaten unbedingt vorzuziehen, zumal es etwa zwei Tage lang noch eingeschränkt weiterhin wirksam bleibt.“
Ich: „Und wie beschaffst du dir das jetzt?“
Er: „Über das Internet. Nur so kann ich es rezeptfrei bekommen. Ist zwar illegal und das ist auch immer eine ziemliche Durststrecke, bis ich einen Anbieter gefunden habe, aber es lohnt sich.“
Ich: „Erkläre das doch bitte mal etwas genauer!“
Er: „Ich suche nach ‚Tadacip‘, ‚Erectalis‘, ‚Sildalis‘ oder ‚Kamagra Oral Jelly‘. Es finden sich immer Seiten, die so etwas anbieten. Die URLs dieser Seiten speichere ich mir ab. Wenn das geschehen ist, dann folgt das, was ich als Klinkenputzen bezeichne, denn die meisten dieser Seiten sind tot. Das bedeutet, dass ich vielleicht bei einer von zehn URLs Erfolg habe. Da wird dann geprüft: Liefern die nach Deutschland und möglichst als Inlandslieferung, damit es keine Zollprobleme gibt? Ist das gewünschte Produkt überhaupt lieferbar? Wie funktionieren die Zahlungsmodalitäten?“
Ich: „Wie läuft das dann ganz konkret mit der Bestellung ab?“
Er: „Die Produktmenge wird gewählt und das Produkt angeklickt. Es wandert dadurch in den Warenkorb. Anschließend geht man zur Kasse. Dort sind dann alle Kontaktdaten und insbesondere eine funktionierende Mailadresse anzugeben. Zur Bezahlung empfiehlt sich die Vorkasse und nichts anderes. Hat man die Mailadresse angegeben, dann heißt es abwarten. I. d. R. binnen drei Tagen – einmal allerdings auch erst nach einer Woche – bekommt man dann, wenn die Seite nicht tot ist, eine Mail mit allen Zahlungsangaben und Bankverbindungen. Draufhin wird die Vorkasse geleistet. Nun heißt es wieder abwarten. Normalerweise wird man binnen drei oder vier Tagen per Mail über die abgeschlossene Zahlung informiert und anschließend vergeht noch einmal rund eine Woche, bis man einen ganz unverfänglichen Brief mit den Mitteln im Briefkasten vorfindet. Wenn die Seite dagegen tot gewesen sein sollte, dann kommt die Mail mit den Zahlungsangaben nicht.“
Ich: „Aber wie funktioniert das mit dem Verschicken, wenn die Stoffe doch normalerweise verschreibungspflichtig sind?“
Er: „Da kann ich nur mutmaßen. Sie sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Aber bspw. nicht in den Niederlanden oder in Polen. Ich weiß es zwar nicht, aber ich nehme an, dass das Zeug von da aus per Kurier nach Deutschland gebracht wird, um dann hier ganz unverfänglich verschickt zu werden.“
Ich: „Verstehe. Gibt es eigentlich Unterschiede zwischen den Originalpräparaten und den Generika? Weil du mir mal gesteckt hast, du hättest beides ausprobiert.“
Er: „Ja, die gibt es durchaus. Und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Originale sind normalerweise rund ein Jahr haltbar und die Generika doppelt solange. Nach Ablauf dieses Zeitraums ist da kaum noch eine Wirkung zu verspüren, auch nicht bei kühler Lagerung. Dann ist da selbstverständlich noch der Preis. Generika kosten, je nach bestellter Menge, rund ein Fünftel bis die Hälfte des Originals. Sie sind also wesentlich preiswerter. Und zuletzt unterscheiden die Mittel sich auch noch in der Art ihrer Wirkung. Das ist ein qualitativer Unterschied. Schwer zu beschreiben … Ich will mal so sagen: Die Originale wirken irgendwie härter und brutaler, eher so überfallsartig und auch für kürzere Zeiträume. Die Generika dagegen zeigen eine längerfristige und langsamere Wirkung, was sehr viel angenehmer ist. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen.“
Ich: „Dann sind wir mit dem Interview jetzt also durch?“
Er: „Ich denke schon.“
Ich: „Wann hast du eigentlich zum letzten Mal so etwas eingenommen?“
Er: „Vor drei Tagen eine Erectalis und heute am Vormittag eine halbe Sildalis. Weil ich ja wusste, dass du kommst.“
Ich: „Na, ich hoffe doch stark, dass ich komme!“

An dieser Stelle endet das Interview. Ihr könnt euch vorstellen warum und was dann folgte. 😉

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2 Gedanken zu “Ein Interview

  1. Hast du Erfahrungen mit der Einnahme eines der obigen Präperate in Zusammenhang mit Pueraria Mirifica? Kann man beides zusammen nehmen oder sollte man eine Pause bei PM machen, wenn man eines von denen hier probieren will?

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