Männer!

Eine gute Freundin von mir – älter als ich und schon über 40 – ist kürzlich ganz massiv von einem Fremden angebaggert worden. Er wollte Sex mit ihr. Sie lehnte ab, weil sie über seine Direktheit und sein Machogehabe (zwar charmant, aber eben doch Macho) schockiert und er nicht ihr Typ war. Sie fragte mich: „Sag‘ mal, sind eigentlich alle Männer so?“ „Irgendwie schon“, entgegnete ich. Was folgte war ein langes und intensives Gespräch über Männer. Eine Frau sollte Männer unbedingt richtig einschätzen können. Daher gab ich ihr ein paar Informationen aus meinem Erfahrungsschatz. Nun könnte es aber durchaus sein, dass solche Grundregeln anderen Geschlechtsgenossinnen noch unbekannt sind. Ich fasse das folglich mal in diesem Beitrag zusammen. Männer reden normalerweise nicht über Sex. Wir Frauen dagegen schon.

Wenn eine Frau einen Mann richtig einschätzen will, dann ist es wichtig, seine sexuellen Wünsche und Vorlieben in Erfahrung zu bringen. Da Männer aber im allgemeinen nicht über Sex sprechen, ist das direkte Befragen nur in einigen wenigen, sehr offen-unverkrampften Beziehungen möglich. Also doch eher die große Ausnahme. Normalerweise ist Frau daher auf Indizien angewiesen. Nur dann, wenn wir ihm das Ausleben der in Erfahrung gebrachten sexuellen Wünsche und Vorlieben zumindest teilweise gestatten, können wir auch mit einem Minimum an Treue rechnen. Richtig treu ist kein Mann, denn das ist ihm gar nicht möglich. Selbst der treueste Mann wird bei passender Gelegenheit immer zu einem Seitensprung bereit sein. Es sei denn, wir halten ihn keusch.

Warum ist das so? In früheren Zeiten waren Mütter- und Kinder-Sterblichkeit sehr hoch. Wollte ein Mann sein Erbgut weitergeben, dann bedeutete das für ihn, möglichst viele Frauen im gebärfähigen Alter schwängern zu müssen, denn das erhöhte die Wahrscheinlichkeit überlebender Nachkommen. Dazu sind Männer optisch orientiert. Sie blicken jedem Rock hinterher und stellen Pornosammlungen zusammen. Sie baggern fremde Frauen an. Das ist eine reine Instinkthandlung: Der Urmensch lebt im Mann weiter! Außerdem produzieren seine Hoden ständig Sperma. Das muss raus. Durch Masturbation, feuchte Träume oder aber eben vorzugsweise durch Sex. Er kann nicht anders! Gibt die Frau dem Mann, wonach es ihn verlangt, dann erlangt sie aber auch eine gewisse Macht über ihn. D. h. sie vermag es, ihn und sein Verhalten in ihrem Sinne zu beeinflussen, wenn sie es nur geschickt genug anstellt.

Die Chance, ihn korrekt einzuschätzen, um ihn anschließend im Sinne der Frau lenken zu können, liegt bei Fifty-Fifty. Die Hälfte von uns Frauen tendiert zum Dominieren und die Hälfte der Männer dazu, dominiert zu werden. Das alte Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ hat durchaus seine Berechtigung und Sex ist eigentlich grundsätzlich immer ein Wechselspiel aus Dominanz und Unterwerfung; lediglich die Stärke der Ausprägung solcher Eigenschaften unterscheidet sich. D. h. Dominanz und Unterwerfung spielen beim so genannten „Blümchensex“ die gleiche Rolle wie beim BDSM. Es gelangen eben nur unterschiedliche Sextechniken zum Einsatz. Mal sind Dominanz und Unterwerfung offensichtlich, mal nicht, aber dennoch präsent.

An dieser Stelle kommen wieder die o. e. Wünsche und Vorlieben ins Spiel. Die aber sind keinesfalls mit seinen sexuellen Phantasien zu verwechseln! Sexuelle Phantasien sind das so genannte „Kopfkino“. Sie tatsächlich auszuleben würde viele Beteiligte i. d. R. nur erschrecken. Dennoch beeinflussen solche Phantasien die realen Wünsche und Vorlieben. D. h. besagte Wünsche und Vorlieben enthalten immer auch ein ganz kleines Bisschen von den Phantasien. Welche Phantasien sind das? Sein Verhalten kann darüber Aufschluss geben. Der Mann mit der Macho-Platzhirsch-Attitüde ist auf den schnellen Fick und einzig auf sein eigenes Vergnügen aus. Wenn er gekommen ist, dann ist die Sache i. d. R. für ihn auch erledigt. Die Gefühle der Frau sind ihm zumeist egal und Experimente sind auch nicht zu erwarten, Fellatio und Anal vielleicht einmal ausgenommen. Er ist oftmals auch dominant, jedoch niemals submissiv, veranlagt. Die devot eingestellte Frau kann mit ihm durchaus gut bedient sein.

Anders verhält es sich mit den eher ruhigen, nachdenklichen Typen. Das alte Sprichwort „stille Wasser sind tief“ findet bei ihnen seine Bestätigung. Solche Männer können sehr wohl dominant wie auch devot oder aber Switcher sein. Wie findet Frau raus, mit welchem dieser drei Charaktere sie es zu tun hat? Eine Faustregel besagt, dass Männer, die auf große Brüste stehen, eher devot veranlagt sind. Diese Faustregel trifft zwar nicht immer zu, aber eben doch sehr häufig. Sogar meistens! Zusätzlich sind das uneigennützige Hilfsangebot eines Mannes sowie eine äußerst respektvolle Behandlung der Frau weitere und geradezu untrügliche Indizien für seinen eher devot veranlagten Charakter.

Hat Frau es folglich mit einem Mann zu tun, der hilfsbereit-respektvoll und in große Brüste geradezu vernarrt ist, dann lohnt es sich durchaus, zu versuchen, ihn zu dominieren. D. h. als Frau muss ich aktiv werden und sollte möglichst keinen bzw. nur sehr wenig Widerspruch zulassen; am Ende muss immer ich meinen weiblichen Willen durchsetzen. Ich sitze oben! Sexuelle Fesselspiele – wobei selbstverständlich er gefesselt wird – sind durchaus einen Versuch wert, gerade auch unter Einsatz von Facesitting oder Cunnilingus. Gefällt ihm das, dann kennt die Frau bereits einen Großteil seiner Wünsche und Vorlieben.

Gefällt ihm das nicht, dann kann es sich lohnen, den umgekehrten Weg einzuschlagen: Sie lässt sich fixieren und von ihm Lust schenken. Das setzt selbstverständlich ein großes Vertrauensverhältnis voraus. Mit solchen Experimenten finden Beide auf spielerische und durchaus lustvolle Weise zusammen, so dass daraus gerade auch eine langfristigere Beziehung erwachsen kann. Da er nun weiß, wo er seine Befriedigung findet, lässt anschließend sein Interesse an anderen Frauen nach. Allerdings nur dann, wenn eine gewisse Abwechslung vorhanden ist: Immer nur die Missionarsstellung oder 69 wird auf die Dauer zu langweilig, da vorhersehbar. Es braucht auch bei gut aufeinander eingespielten Partnern immer mal den Kick des Neuen, also hier und da mal ein Experiment.

Der dominante Mann ist Experimenten gegenüber sehr aufgeschlossen, denn er ist von Natur aus neugierig. Das kann für die devote Frau schwierig werden, weil sie nicht abschätzen kann, was auf sie zukommt. Wird sie es mögen; wird er ihr Lust schenken oder wird sie das Unbekannte verabscheuen? Die Ungewissheit verursacht Ängste. Diese Ängste gilt es zu überwinden, wobei dem o. e. Vertrauensverhältnis die entscheidende Rolle zukommt. Anders mit dem devoten Mann. Hier ist die Aktivität der Frau gefordert. Die beginnt bereits mit erotisch-verführerischen Dessous oder auch mit Miedern, sofern er darauf steht. Nun ist kaum ein Mensch rein männlich oder rein weiblich veranlagt. Der Bereich der Androgynität – also das Pendeln zwischen diesen beiden Polen – umfasst sowohl bei Männern wie auch bei Frauen 80% der Menschen. D. h. vier von fünf Menschen vereinen sowohl maskuline wie auch feminine Merkmale in sich.

Das bedeutet, dass der Mann sowohl androgyn-maskulin wie auch androgyn-feminin veranlagt sein kann. Die eine Hälfte so und die andere Hälfte so. Der androgyn-maskuline Mann wird ein Switcherverhalten bevorzugen. Bezogen auf das o. a. Beispiel eines Fesselspiels bedeutet das, dass abwechselnd mal er und mal sie fixiert und lustvoll behandelt werden. Der androgyn-feminin veranlagte Mann hingegen tendiert dazu, seine weibliche Seite ausleben zu dürfen. Wenn er die Dessous toll findet, dann bittet Frau ihn, doch auch einmal so etwas zu tragen. Nur um zu sehen, wie er darin aussieht bzw. wie es ihm steht. Ein ganz bestimmtes Körperteil von ihm wird daraufhin vielleicht stehen und eindeutiges Zeugnis darüber ablegen, ob ihn das Tragen solcher Kleidung erregt oder nicht.

Wenn es ihn erregt – was bei ungefähr jedem dritten Mann der Fall ist – dann kann Frau weitergehen und ihn zum DWT, zum Damenwäscheträger, machen. Es hat einmal eine psychologische Erhebung gegeben, die besagt, dass DWT etwa jeden zehnten Mann betrifft: Einer von Zehn trägt daher heimlich Damenwäsche. Doch nur maximal einer von Zwanzig lebt das auch offen aus und geht en femme auf die Straße. Solcherart veranlagte Männer sind daher ganz und gar nicht selten; sie verbergen sich bloß, weil unsere Gesellschaft ihnen das Ausleben ihrer Neigungen nicht gestattet.

Wenn ich als Frau es ihm aber im trauten Kreis – d. h. mit mir zusammen – gestatte und das darüber hinaus sogar noch unterstütze, dann habe ich ihn felsenfest an mich gebunden! Der nächste Schritt, nämlich die erzwungene Treue durch Keuschhaltung, ist dann nur noch ein winziger Schritt; möglicherweise wird der Wunsch danach sogar von ihm selbst ausgehen. Weil er sich und sein Verhalten kennt; weil er nicht untreu werden möchte! Und dann braucht man sich als Frau keine Sorgen mehr darüber zu machen, dass der Partner fremdgeht! Das ist eigentlich alles ganz einfach. Frau muss es nur konsequent praktizieren … – denn Männer sind sehr viel einfacher gestrickt als wir Frauen!

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