Interessante Zahlen

Es geschieht selten genug, dass sich die Wissenschaft mit der Sexualität (im Sinne von sexuellen Vorlieben) befasst. Doch bei Spektrum ist zur Abwechslung mal so ein Artikel erschienen. Einer, der sich mit den etwas härteren Spielarten der schönsten Nebensache der Welt befasst, also mit BDSM. Der Beitrag liefert u. a. hochinteressante Zahlen, wobei man tausende von Menschen nach ihren sexuellen Vorlieben mit Hinblick auf BDSM befragt hat, also eine doch schon recht stattliche (um nicht zu sagen repräsentative) Anzahl. Diese Zahlen will ich hier einmal zusammenfassen und aus meiner Sicht kommentieren. Weiterlesen

Advertisements

Japanische Kunst

Reinhard und ich kennen uns nun schon seit Jahren. Er ist ein Freund, dem ich blind vertrauen kann – in jeder Hinsicht. Als sich vor einiger Zeit abzeichnete, dass ich beruflich in Düsseldorf zu tun haben werde, da rief ich ihn an und fragte, ob wir – wenn ich schon einmal bei ihm in der Stadt bin – nicht vielleicht gemeinsam etwas unternehmen könnten. Er sagte umgehend zu. Kurze Zeit später rief er zurück und meinte, dass er eine Überraschung für mich klar gemacht habe. Er bat mich, hinsichtlich meiner Bekleidung eine helle – aber nicht weiße – Hose zu tragen. Ich entschied mich also für ein Business casual in elegantem Hellgrau. Als ich aus dem Taxi stieg, da erwartete er mich bereits vor der Haustür und dirigierte mich umgehend in sein Auto. Wir fuhren anschließend nach außerhalb zu einem alleinstehenden Haus. Während der Fahrt meinte Reinhard nur, dass wir bereits von zwei weiteren Paaren erwartet werden würden – und dass einer der beiden Herren ein ausgesprochener Meister des Shibari sei. In dem Augenblick ging mir auf, um welche Art von Überraschung es sich handelte. Daher will ich einmal etwas zum Shibari sagen.

Shibari ist eine japanische Kunst, hier im Westen auch unter dem Begriff „Japan-Bondage“ bekannt, obgleich dieser Begriff den Kern des Shibari nicht einmal näherungsweise trifft, weil „Japan-Bondage“ unwillkürlich Assoziationen mit BDSM-Fesselspielen hervorruft. Doch damit hat echtes Shibari nur herzlich wenig zu tun. Geht es beim Bondage um die Immobilisierung, so ist die beim Shibari gar nicht unbedingt erforderlich. Beim Shibari steht einzig die reine Erotik im Vordergrund – sowohl als sinnlicher Anblick für den Fesselnden (Rigger genannt) wie auch als Dauerstimulation aller möglichen, erogenen Zonen bei der Gefesselten (als Bunny bezeichnet). Der japanischen Kultur entsprechend ist nicht nur die Funktionalität entscheidend, sondern auch eine besondere Ästhetik erwünscht. Werden die Seile sehr stramm fixiert, dann spricht man vom (Shibari-) Kinbaku und das vermittelt unglaubliche, einander widerstrebende Lustgefühle. Weiterlesen